Maximum Attack
Für grosse Rennen steht der Freitagnachmittag bis -abend bereits als erster Termin im Slotracing-Kalender. Werkeln, tüfteln, pröbeln und testen. Die vorhandene Zeit wird jeweils komplett ausgenützt. So war schon am Tag vor dem zweiten Römerrennen auf und neben der Rennstrecke viel los. Dann folgte das Highlight: Was für ein römischer Race Day beim MRC Chur! Wer dachte, zu Beginn des Jahres gehe es gemächlich zu, sah sich getäuscht und wurde eines Besseren belehrt. Es war ein Rennen der schnellen Rennrunden, der krachenden Crash’s und eines Siegers, den so nur Wenige auf dem Zettel hatten. Es war definitiv nichts für schwache Nerven. Gekämpft wurde um jeden Millimeter. Die Gladiatoren sind zurück mit Rekord, Schrott und «Six Seven».
WarmUp
Die Rundenzeiten beim Aufwärmen wurden von tiefen Siebner und manchen Sechser Zeiten dominiert. Fleissig wurden Testrunden bis zur Mittagspause absolviert. Feinstes Capuns vom Hotel Stern Chur verwöhnten Michele, Tamara und die neun Fahrer. Ein riesengrosses Dankeschön an Toni Foppa und sein super Küchenteam!
Nach dem perfekten Bündner-Mittagessen wurden alle Rennautos geprüft und für renntauglich taxiert. Valentin würfelte die Spur 5 für das Einzelzeitfahren. Neunzig taktische Sekunden standen zur Verfügung um eine möglichst gute Rundenzeit zu erreichen.



Qualifikation
Michele umkurvte die Strecke als Schnellste (6.867 s), dahinter folgten ihr Fäbi (6.874 s), Lukas (6.877 s), Valentin (6.962 s), Markus (6.967 s), Pascal (6.973 s), Tamara (6.981 s), Peter (7.057 s), Eberhard (7.142 s), Yannick (7.188 s) und Andreiko (7.463 s). Mit Pascal starteten die Plätze sechs bis elf das Rennen, danach folgten die Top 5 zum Grande Finale.

Rennen
Das Renngeschehen in drei, zwei, eins!
DAS Highlight des Rennens lieferte Markus mit einer Fabelzeit von 6.777 s für die schnellste Rennrunde. Er durchbrach fulminant die 6.7 Sekunden Schallmauer. Ein grosser Moment für die MRC-Geschichtsbücher. Ganz zum Jugendhype «Six Seven» folgten auf die Rekordrunde die dazugehörigen Handbewegungen am Rennbahnrand. Dies beeindruckte die Fahrerin und Fahrer am Reglerplatz nicht grossartig. Markus holte sich mit dieser Rekordrunde den inoffiziellen Titel des Speedkönigs. Das Setup von seinem SSR24 GT Slotrennautos musste also perfekt gestimmt haben.
Crash Report: Materieller beinahe Totalschaden nach einem Rennunfall mit Tamara und Yannick. Dabei donnerte Tamara ins Heck von Yannick und riss den Heckdiffusor ab. Mit einer Ersatzkarrosse von Pascal konnte Yannick sein Rennauto noch bis zur Ziellinie bringen. Sonst hätte es für ihn und sein Bodywork einen früheren Feierabend gegeben. Erst nach dem Rennen stellte sich heraus, dass durch den Aufprall auch ein Hinterrad beschädigt worden war. Ergebnis von diesem Duell: Diffusor weg, Rad krumm, weiter ging die wilde Fahrt.
Der Schrecken war grösser als der Schaden. Ein massiver Auffahrunfall auf der Brücke Tivoli mit Lukas und Valentin. Der Rennwagen mit der Nr. 97 von Lukas blieb nach dem Crash einfach in der Spur stehen als wenn nichts gewesen war. Valentin im Gegensatz verabschiedete sich durch die Luft. Endstation bedeutete für sein Milka-Mobil das Auffangtuch auf Höhe vom Bärenloch. Kaputt ging nichts, Vollgas weiter war die Devise.
Neben diesen beiden Krachern war der Abflug des Autos von Pascal nur eine Randnotiz. In einer unübersichtlichen Szene wurde sein Auto brachial durch das Bärenloch bis zum Arcas geschoben. Aber auch hier, kurz geschüttelt und weiter ging es.
Vom Scalära Cup Gesamtsieg zum Langstrecken-Gewinner. Viele rechneten damit, dass die Konkurrenz an Lukas bei diesem Rennen vorbei fahren wird. Er bewies aber Nerven, Ausdauer und Siegeswillen. Mit hoher und regelmässiger Grundgeschwindigkeit holte er sich den Sieger-Helm. Selbst nach dem Mega-Crash mit Valentin, der einen Abflug probte, fuhr Lukas unbeirrt weiter. Nach den wenigen Trainingsläufen hatte ihm das kaum jemand so zugetraut.






Fazit
Ein Spannendes Rennen mit vielen Schlagzeilen und ein perfekter Renntag fanden mit der After-Race-Party einen würdigen Abschluss. Kurz zusammengefasst: «Six Seven» und was heute dazugehört in Form der schnellsten Rennrunde. Das Starterfeld mit spannenden Unterteilungen und engen Entscheidungen in der Spitzengruppe, im Mittelfeld und mit der Verfolgergruppe. Die Leistungsdichte ist nach 75 Rennminuten extrem nahe beisammen, was die Attraktivität von Slotracing beweist. Ein Blick auf die Rangliste lohnt sich. Let’s Race!

Die nächsten Rennen
7. März, Swiss GT Series in Dietlikon
9. April, Scalära Cup, Rennen 1 (Donnerstagabend!)
7. Mai, Scalära Cup, Rennen 2 (Donnerstagabend!)
11. Juni, Scalära Cup, Rennen 3 (Donnerstagabend!)
13. Juni, Swiss GT Series in Chur
| Platz | Fahrerin / Fahrer | Runden | Durchschnitt | Rückstand |
|---|---|---|---|---|
| 1 | #97 Lukas Hirsiger | 638.62 | 7.046 s | |
| 2 | #9 Fäbi Reich | 637.14 | 7.063 s | 1.48 R |
| 3 | #14 Michele Diez | 632.82 | 7.111 s | 5.8 R |
| 4 | #15 Markus Frei | 632.8 | 7.111 s | 5.82 R |
| 5 | #96 Pascal Hirsiger | 623.78 | 7.214 s | 14.84 R |
| 6 | SC Peter Büschlen | 622.46 | 7.229 s | 16.16 R |
| 7 | #13 Tamara Rensch | 621.44 | 7.242 s | 17.18 R |
| 8 | SC Valentin Karrer | 621.02 | 7.247 s | 17.6 R |
| 9 | #55 Eberhard Karp | 613.12 | 7.34 s | 25.5 R |
| 10 | #11 Yannick Hirsiger | 600.6 | 7.493 s | 38.02 R |
| 11 | #31 Andreiko Knape | 584.44 | 7.7 s | 54.18 R |


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